Die Stiftsbibliothek St.Gallen

Bereits im 8. Jahrhundert besass das Kloster St. Gallen eine bedeutende Büchersammlung, die rasch anstieg.

Die Stiftsbibliothek, der wohl schönste barocke Profansaal der Schweiz, umfasst heute 170. 000 Bücher. Davon sind 50. 000 im Barocksaal ausgestellt, in dem auch die 2700 Jahre alte ägyptische Mumie von Schepenese zu sehen ist. Den Kern der Sammlung der Bibliothek bilden die 2100 Manuskripte, von denen ein Teil in den Ausstellungen zu sehen ist.

Die Stiftsbibliothek wurde 1983 zusammen mit dem Stiftsbezirk als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft.

Herausragender universeller Wert

Die triumphierende Barockbibliothek ist eines der schönsten Beispiele ihrer Zeit, und die heutige Kathedrale ist eines der letzten monumentalen barocken Abteikirchengebäude im Westen. Neben der architektonischen Substanz sind die unschätzbaren kulturellen Werte, die in der Abtei erhalten geblieben sind, von außerordentlicher Bedeutung, darunter: die irischen Handschriften des 7. und 8. Jahrhunderts, die illuminierten Handschriften der St. Galler Schule des 9. und 11. Jahrhunderts, Dokumente zur Entstehungsgeschichte des alemannischen Raumes und der Klosterplan aus karolingischer Zeit (der weltweit einzige im Original erhaltene Handschriftenplan dieser Epoche, der eine Art Prinzip der klösterlichen Organisation des Benediktinerordens darstellt).

Stiftsbibliothek St.Gallen
Klosterhof 6D
9000 St. Gallen
stiftsbezirk.ch